9. Juni: Von Engen durch die Schweiz nach Challes-les-Eaux

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Dauerregen… Die Fahrt durch die Schweiz ist nicht weiter erwähnenswert. Eine unerwartet trostlose Landschaft entlang der „Autobahnen“. Die Ankunft in den französischen Alpen war ebenfalls nass und das Wetter wechselt hier sekündlich. Der Mont Blanc überragt beeindruckend alles (wenn er mal kurz zu sehen ist). Die ganze Gegend erinnert an „Die purpurnen Flüsse“. Irgendwie schaurig schön. Übernachtung in Challes les Eaux.

 

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10. Juni: Von Challes les Eaux nach Vallon Pont d‘Arc

Dauerregen… fast die ganze Fahrt über – bis es in die Ardèche ging. Dann kam die Sonne raus. Der Zeltplatz im Vallon Pont d’Arc war einfach aber herrlich gelegen. Direkt am Les Gorges de ‘Ardèche.

 

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Dieser Platz ist tagsüber von hunderten Touristen bevölkert. Abends und morgens hatten wir ihn ganz für uns…

 

Am zweiten Tag habe ich die Nachbau-Höhle Chauvet II , etwas außerhalb des Ortes, besucht. Wirklich beeindruckend gemacht und eine interessante Führung in deutscher Sprache.

https://de.grottechauvet2ardeche.com/startseite/

 

Noch eine Nacht im Vallon Pont d’Arc. Die Originalhöhle Chauvet befindet sich in einem Umkreis von 300 m vom Zeltplatz. Die genaue Lange ist aber streng (!) geheim.

 

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13. Juni: Von Vallon Pont d’Arc nach Le Puy (Auvergne)

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Frankreich hat wirklich beeindruckende Landschaften. Heute ging es in die Auvergne nach Le Puy. Hinter jeder Kurve könnte man ein Foto machen. Der Zeltplatz liegt genau unterhalb der Felsenkirche St. Michel…

 

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14. Juni: Über die Vulkane durch die Auvergne

Von Le Puy über den Pas-de-Peryrol (Puy Mary), Salers, Mauriac, Gorges-de-la-Dordogne nach Le Nachet.

Wieder Dauerregen…

Meine Navigation führe mich über einen Vulkanpass – ob ich das so eingestellt hatte, weiß ich gar nicht… Es wurde immer höher, links Felsen, rechts 1000 Meter Nichts. Da oben sind wir drüber und es lag noch Schnee (1700m). Eine tolle Landschaft, wieder! Nur das Wetter.

 

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Zeltplatz Le Nachet – schön, aber eben Dauerregen…

15. Juni: Nach Les-Eyzies!

Start bei Dauerregen und Nebel. Doch je näher ich dem Perigord kam, um so schöner wurde es. Dann endlich: Les-Eyzies,

 

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die Höhle Les Combarelles

 

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und die Laugerie Basse...

 

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Hoffentlich bekomme ich Karten für die Höhle. Heute, 16.Juni, ist herrliches Sommerwetter – endlich.

 

Und morgen der Besuch in Lascaux IV.

16.- 18. Juni: In der „Welthauptstadt“ der Vorgeschichte

… so nennt sich das Örtchen Les Eyzies in der Tat. Nicht umsonst. Viele bedeutende Höhlen und Fundstätten befinden sich im hier oder nur wenige Kilometer entfernt. Diese jetzt aufzuzählen wäre schwierig. Einfach mal Wikipedia bemühen; dort finden sich viele gute Artikel.


Der Besuch in Lascaux IV war für mich eher ernüchternd. Sehr touristisch, sehr modern, viel Multimedia… eine „prähistorische Atmosphäre“ wollte in mir nicht aufkommen. Allein die Führungen waren zum Teil nur 10 Meter voneinander entfernt. Dazu hatte die zwar deutschsprachige „Höhlenbegleitung“ keinen wirklichen Schimmer. Schade. Wer Lascaux erleben möchte, ist in Lascaux II besser aufgehoben. Zwar auch nur eine Nachbildung – aber mit mehr Atmosphäre.

 

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Am Nachmittag hatte ich großes Glück: noch eine Karte für Les Combarelles! Ein enger, halbhoher Gang (500 m) und die phantastischen Originalgravuren 50 cm vor den Augen. Dabei die tanzenden Frauen… So intensiv hatte ich diese noch nie gesehen.

 

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Heute noch ausspannen, ein Besuch im informativen "PIP" und „Haushaltstag“.

 

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Wer in Les Eyzies ein vergleichbar preiswertes und sehr schönes Hotel mit freundlichen Gastgebern sucht, ist im Hotel des Roches aux Eyzies“ bestens aufgehoben. Camping ist am „La Rivière“ sehr schön (da bin ich gerade). Morgen geht es weiter in Richtung Caberets (PechMerle).

19. Juni: von Les Eyzies über Cougnac in das Lot-Tal

Für die Höhle von Cougnac hätte ich sicherlich eine Karte bekommen. Sie ist bei Touristen nicht sehr bekannt, eigentlich gar nicht. Leider hätten wir 3 Stunden „französische Mittagspause“ bei viel Sonne überbrücken müssen – das wäre für Anton ungünstig gewesen. So haben wir den Ort der Höhle besucht.

 

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Weiter ging es auf engen Straßen ins Lot- und  Célé-Tal. Von der Landschaft war ich völlig überrascht: eine Kopie des Dordogne- und Vezere-Tals! Nur viel gewaltiger, wenig Tourismus – wie das Perigord vor 25 Jahren.

 

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Übernachtet haben wir in der Nähe von St. Cirq Papopie. Eine gigantische Lage – vielleicht das „Les Eyzies“ des Lot. (Geheimtipp…)

20. Juni: Pech-Merle und weiter in Richtung Toulouse

Die Grotte Peche Merle liegt beim Örtchen Cabretets; wunderschön gelegen und ebenfalls ein „Geheimtipp“. Die Straßen sind so schmal, dass man keine nach außen öffnenden Haustüren gebrauchen kann…

 

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Die Höhle ist sehr schön – selbst ohne Zeichnungen. Leider war die Gruppe bei der Führung recht groß (ca. 25 Personen). So konnte man die Bilder nur im Vorübergehen sehen (was viele gar nicht gestört hat). Die Bilder selbst sind wunderschön (ca. 29.000 Jahre).

 

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Weiter in Richtung Toulouse… Übernachtung auf einem Zeltplatz in Montpeza (gut aber zu teuer).

21. Juni: von Montpeza nach Toulouse

Am Flughafen Toulouse-Blagnac hab ich meine Frau abgeholt. Wir wollen zusammen drei Wochen Urlaub in den Pyrenäen machen. Ich dachte, es wäre ein kleiner, beschaulicher Flughafen – doch zu den Stoßzeiten (Freitag 18:00 Uhr) geht es auf den riesigen Parkplätzen um jede Sekunde und jeden Millimeter...

 

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22. Juni: Toulouse - Grotte Mas-d‘Azil – Tarascon sur Ariege


Die Grotte Mas- d’Azil ist riesig und liegt mitten in einem gleichnamigen Tunnel. Dieser ist so hoch und breit, dass gleichzeitig die Arize hindurchfließt und die D119 hindurchführt. In der Mitte der Tunnelhöhle ist der Eingang zur prähistorischen Höhle. Eine sehr schöne Führung in einer sehr schönen Höhle (Wohnhöhle). Die wenigen Zeichnungen befinden sich im unzugänglichen, sehr tiefen Teil der Höhle.

 

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Weiterfahrt nach Tarascon sur Ariege auf den wunderschönen Campingplatz „Evation“ direkt an der Ariege.

 

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23. Juni: Terascon und Besuch der Höhlen La Vache und Bedeilhac

La Vache ist eine recht überschaubare Wohnhöhle. Sie liegt, getrennt durch ein malerisches Tal, gegenüber der Höhle Niaux. Die Höhlenführung durch eine junge Archäologin war interessant und sehr fachkundig. Die wenigen mobilen Kunstgegenstände erinnern an La Madeleine bei Les Eyzies.

 

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Bedeilhac ist gigantisch... hier ist einmal ein Sportflugzeug gestartet und gelandet.

 

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Die Höhlenführerin (die gleiche wie in La Vache) sagte, dass die Führung ausfallen müsse, da es nur einen Besucher gibt (mich). Führungen gibt es erst ab zwei Personen. Da wir einen kühlen, schattigen Platz für Anton und Auto direkt am Höhleneingang bekommen haben, sind wir doch zu zweit in die Höhle gegangen. Normalerweise dauert eine Führung eine knappe Stunde. Wir waren nach über zwei Stunden wieder am Eingang… Eine Höhle ganz für uns! Die Höhlenführerin hatte spürbar Spaß an unserem Interesse und dieser besonderen Führung und zeigte uns Stellen und Wege, die sonst nicht im Programm sind. Dann noch etwas ganz Besonderes: in der sehr großen Halle am Ende der Höhle haben wir alle Lichter gelöscht, eine Weile der Stille gelauscht (nur ab und zu ein Wassertropfen) und bekamen eine „stimmliche Akustikprobe“ - der emotionalste Höhepunkt all meiner bisherigen Höhlenbesuche!
Danach ganz langsam wieder zurück an das Tageslicht…

24. Juni: Tarascon und Besuch der Höhle Niaux

Niaux gehört zu den Big Four der prähistorischen Höhlen und ist die einzige, die noch im Original besucht werden kann. Sie hat einen riesigen Eingang und thront über einem Seitental der Ariege.

 

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Die Anfahrt auf schmalen, steilen Straßen ist nicht ganz einfach, lohnt sich aber. Karten vorzubestellen ist absolut notwendig. Dafür wird man aber belohnt!

 

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Die Gruppe beststand zwar aus etwa 30 Personen, was jedoch aufgrund der Größe der Höhle nicht störend war. Natürlich hatte ich schon viel über Niaux gelesen und die Bilder waren mir bekannt. Doch die Originale der Bisondarstellungen im „Schwarzen Saal“ übertrafen meine Erwartungen: wunderschön filigran gemalte Kunstwerke – vielleicht die schönsten in der ganzen Höhlenmalerei!

 

In Bedeilhac und Niaux finden sich je eine Darstellung (Zeichen) welche wohl eine noch stärkere Stilisierung der Frauendarstellungen sind, welche der Kompass auf meinem Weg waren.




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